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Informiert entscheiden: Organspende-Schultour zu Gast am Görres-Gymnasium

Am 1. Oktober 2026 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der MSS 11 mit einer Frage, die Leben retten kann: Würde ich nach meinem Tod Organe spenden? Die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz war im Rahmen ihrer Schultour zu Gast am Görres-Gymnasium, um über medizinische, rechtliche und persönliche Aspekte der Organspende aufzuklären.

Nach einer kurzen inhaltlichen Einführung über ein Erklärvideo mit dem Wissenschaftsjournalisten Mirko Drotschmann (MrWissen2go) zeigte ein bewegender Film das Schicksal einer Mainzer Familie, deren Sohn im Alter von 13 Jahren zum Organspender wurde.

Besonders eindrücklich war der Erfahrungsbericht von Mariele Höhn, die seit fast 30 Jahren mit einer transplantierten Leber lebt. Die Schülerinnen und Schüler lauschten aufmerksam ihren Schilderungen, wie die Organspende ihr Leben verändert hat. Cornelia Schau von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erläuterte anschließend die medizinischen Voraussetzungen und den Ablauf einer Organspende.

In der anschließenden Diskussion nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, auch kritische Fragen zu stellen: Was bedeutet Hirntod? Warum gibt es in Deutschland die Widerspruchslösung noch nicht? Wird bei einem vorliegenden Organspendeausweis wirklich alles getan, um das Leben zu retten?

Die zentrale Botschaft der Veranstaltung lautete: Es geht nicht darum, ob du dich für oder gegen eine Organspende entscheidest, sondern darum, überhaupt eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung zu treffen.

Die durchweg positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zeigten, wie wichtig und wertvoll die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist, auch wenn es sich vielleicht auf den ersten Blick sehr weit weg anfühlt.

N. Verges