Am Dienstag, den 10.3.2026, fand der Wettbewerb des Regionalverbundes Koblenz „Jugend debattiert“ statt, der in den vergangenen Jahren auch schon mehrfach am Görres durchgeführt worden war. In diesem Jahr beherbergte die Berufsbildende Schule Wirtschaft die Debattierenden des Schulverbundes (dieser umfasst neben dem Görres und dem BBSW aus Koblenz noch das Max-von-Laue-Gymnasium und das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium, aus dem Umland das Bertha-von-Suttner-Gymnasium, Andernach, die IGS Remagen und die IGS Kastellaun). Die Aula der BBSW war entsprechend voll, als der Wettbewerb mit einer Begrüßung durch den Koordinator des Regionalverbundes, Herrn Christoph Dorscheid vom Max-von-Laue-Gymnasium, sowie durch Kollegen und die Schulleitung der BBSW stattfand.
Jede Schule stellte dabei ungefähr zwei Debattanten für die Mittelstufe und die Oberstufe. Auch das Görres schickte für beide Altersgruppen zwei Personen ins Rennen: Ben Schminke und Linnea Heuner, beide 9b, sowie Shams Al-Rubaie und Johanna Voria, beide MSS 11. Für einen kurzfristig ausgefallenen Debatten-Platz sprang David Kocks (MSS 11) ein, der um Haaresbreite den Einzug in die Finalrunde verpasste. Die Hin- und Rückrunde der Qualifikationsdebatten für die Finalrunde nahmen dann zunächst den ganzen Vormittag in Anspruch – das war schon ganz schön anstrengend für die Mitwirkenden! Debattiert wurde über mehr oder weniger lebensnahe Themen, die durch die Wettbewerbsleitung vorgegeben wurden. Etwa über die Fragen, ob in der Schule in der Oberstufe Anwendungen mit KI als Hilfsmittel zugelassen werden sollen, ob an allen öffentlichen Plätzen kostenloses WLAN bereitgestellt werden soll, ob Lokalzeitungen staatliche Förderungen erlangen sollen oder ob „kaufe jetzt – zahle später“ Modelle bei online-Käufen verboten werden sollten. Bei jeder Debatte gab dabei eine Jury aus Lehrern und Schülern zunächst Rückmeldungen und Tipps. Die Sieger, die sich für die Finalrunden qualifiziert haben, wurden jedoch erst um die Mittagszeit verkündet. Bei diesem System erhalten so auch diejenigen, die nicht weitergekommen sind, wertvolle Anregungen zur persönlichen Verbesserung.
Die Verkündung der Sieger der Qualifikationsdebatten brachte dann auch die erfreuliche Nachricht, dass Ben Schminke sich in der Altersgruppe 1 für die letzte Runde qualifiziert hatte. Nun hieß es Daumen drücken! Ben setzte sich dann auch in der letzten Runde zu dem Thema „Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?“ durch und erlangte den zweiten Platz. Dabei wurde von der Pro-Seite, die er zusammen mit der späteren Siegerin Johanna Franzkoch vom Kant-Gymnasium vertrat, natürlich vor allem die positive Wirkung für Allgemeinheit und Naturschutz hervorgehoben und immer wieder auf die eminent wichtige Bedeutung der Erhaltung der Insektenvielfalt hingewiesen. Die Gegenseite machte geltend, die Gestaltung des Eigentums sei nach dem Grundgesetz natürlich Privatsache und dulde keinen Eingriff durch den Staat. Auch seien eher Großbetriebe mit ihrem Einsatz von Pestiziden für die Probleme verantwortlich, nicht der „kleine Mann.“ Wie immer bei „Jugend debattiert“ ist aber nicht die Überzeugung der Gegenseite, sondern vor allem der demokratische Austausch von Argumenten das Ziel der Debatte. So überzeugte vor allem die reibungslose Teamarbeit der Pro-Seite die Jury, was diese dann auch in der Würdigung hervorhob.
Als zweiter Regionalsieger hat Ben Schminke ein rhetorisches Seminar mit professionellen Trainern gewonnen und wird dann im April am Landeswettbewerb in Mainz teilnehmen. Das Görres drückt weiterhin fleißig die Daumen!
S. Reitz








