Schulisches Qualitätsmanagement

bezeichnet einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess innerhalb von Schule und umfasst die Bereiche „Organisationsentwicklung“, „Personalentwicklung“ und   „Unterrichtsentwicklung“.  
Die Instrumentarien sind im Rahmen der zunehmenden Selbstständigkeit von Schulen durch die Novellierung des Schulgesetzes in RLP und der damit einhergehenden Verpflichtung zur Rechenschaftslegung der Schulen die interne Evaluation schulischer Prozesse/Projekte durch die Schule selbst, die externe Evaluation durch die AQS sowie auf der Grundlage des Evaluationsberichtes die Zielvereinbarung mit der ADD. Dieser Dreiklang ermöglicht eine Weiterentwicklung von Schule, die sich an den  Erkenntnissen von Wissenschaft und Schulpraxis gleichermaßen orientiert und der individuellen Förderung  der Schülerinnen und Schüler dient.
 

Unterrichtsentwicklung als Fokus schulischer Qualitätsarbeit in RLP

In Reaktion auf die Ergebnisse der internationalen Vergleichsuntersuchung PISA 2000 hat die Kultusministerkonferenz (2001) sieben Handlungsfelder für die Schulen beschlossen. Das fünfte Handlungsfeld „Maßnahmen zur konsequenten Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Unterricht und Schule auf der Grundlage von verbindlichen Standards sowie eine ergebnisorientierte Evaluation“  wird zum Schwerpunkt der Qualitätsarbeit an rheinland-pfälzischen Schulen.
Die Umsetzung dieses Beschlusses sieht ab dem Schuljahr 2002/03 die Erstellung und Fortschreibung eines schulischen Qualitätsprogramms sowie die Durchführung von Parallel- und Vergleichsarbeiten vor.
Mit Beginn der Schuljahre 2004/05 und 2005/06 traten die durch die KMK seit dem Jahr 2003 erarbeiteten und bundesweit beschlossenen Bildungsstandards für den Mittleren Bildungsabschluss in Kraft, deren Implementierung in den Schulen durch die Erstellung von Erwartungshorizonten (2004) durch das Ministerium unterstützt wurde. Fachbezogene Arbeitspläne der Schule konkretisieren die schulisch-unterrichtliche Umsetzung.
Die gemeinsame Basis für die Qualitätsentwicklung an rheinland-pfälzischen Schulen bildet ab dem Schuljahr 2007/08 der Orientierungsrahmen Schulqualität(ORS).
Alle Schulen, die durch die AQS evaluiert wurden, schreiben ihr QP in Form einer standardisierten Zielvereinbarung fort.

Görres-Gymnasium konkret

In seinem ersten Qualitätsprogramm aus dem Schuljahr 2003/04 hat sich das Görres-Gymnasium u.a. die beiden Arbeitsschwerpunkte „Kooperation mit Eltern“ und „Weiterentwicklung von Unterricht“, hier insbesondere das Projekt „Latein Plus“, „Notengebung“ und die „Konturierung des naturwissenschaftlichen Schwerpunktes“ gesetzt.
Die Fortschreibung des Qualitätsprogramms wurde  im Schuljahr 2004/05 durch die Gesamtkonferenz des Görres-Gymnasiums verabschiedet. Hierin wurde als oberstes Ziel des Unterrichts die Vorbereitung auf ein“ geglücktes Leben“ genannt. Gemeint ist die Befähigung der Schülerinnen und Schüler, ihr Leben selbstbestimmt und in sozialer Verantwortung zu gestalten. Dieser Gedanke unseres humanistisch-altsprachlichen Gymnasiums findet sich  in dem pädagogischen Grundsatz der „Individuellen Förderung“ wieder, der seit dem Schuljahr 2004/05 auch im Schulgesetz verankert ist. Ebenso wurde in diesem Schuljahr die Arbeit an der Erstellung der fachbezogenen Arbeitspläne begonnen.
Die Arbeit an den Arbeitsplänen ist eine kontinuierliche Arbeit und im Schuljahr 2008/09 haben wir uns daher  während eines Studientages erneut mit dem Thema  „Schulische Arbeitspläne“ als Instrument schulischer Qualitätsarbeit“  befasst. Den Fokus legen wir somit weiter auf die „Unterrichtsentwicklung“  und verstärken diesen durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Methodenkonzepte für die Orientierungsstufe sowie die Oberstufe.
Der Kompetenzerwerb unserer Schülerinnen und Schüler  bezieht sich bereits mit Klasse 5 beginnend sowohl auf fachliches Wissen als auch auf fachbezogene und fachübergreifende Methoden und soziales Verhalten.
Für die Orientierungsstufe wurden daher durch die AG Methodenkompetenz unterschiedliche fachbezogene und fachübergreifende Methoden zusammengestellt. Diese werden unter der Federführung der Klassenleitungen sowie der Fachlehrerinnen und -lehrer mit den Schülerinnen und Schülern eingeübt und unterliegen der internen Evaluation.  Bewährtes können wir so für die nächsten fünften und sechsten Klassen fortführen. (Methodenkonzept OS, Medienscouts, Bibliothek)


Da sich die Jahrgangsstufe 11 aus Schülerinnen und Schülern aus den drei Klassen unserer Schule sowie aus Schülerinnen und Schülern, die von anderen Schulen in die Oberstufe unserer Schule wechseln, zusammen setzen, haben wir für die Oberstufe ein Konzept entwickelt, das der Integration ebenso dient wie der Einführung in die Arbeitsweisen der gymnasialen Oberstufe. Durch eine gemeinsame Fahrt zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 erhalten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich untereinander kennen zu lernen und gleichzeitig exemplarisch in fachbezogene als auch fachübergreifende Arbeitsmethoden eingeführt zu werden. Sie dient als Grundlage der weiteren Arbeit in den Kursen. Auf der Grundlage von Schülerfeedback und interner Evaluation der durchgeführten Methodenbausteine erhalten wir ergänzende Informationen zur Weiterentwicklung desMethodenkonzeptes für die Oberstufe.

Im Schuljahr 2008/09 wurde das Görres-Gymnasium auch PES-Schule und kann somit durch die Möglichkeit eigenverantwortlich Vertretungskräfte einzustellen auf ein Instrumentarium zur Unterrichtssicherung auf hohem Maße zurückgreifen.


Im Schuljahr  2009/10 erfolgte die externe Evaluation des Görres-Gymnasisums durch die AQS. Auf der Grundlage des Evaluationsberichts  der AQS (September 2010) erfolgte die Fortschreibung des Qualitätsprogramms des Görres-Gymnasium nun in Form einer Zielvereinbarung mit der ADD Koblenz. Schwerpunkt dieser Zielvereinbarung ist die Implementierung neuer Medien in den schulisch-unterrichtlichen Alltag. Die Voraussetzungen hierfür wurden bereits im Schuljahr 2008/09 durch die Schule gelegt, da wir seit  Sommer 2009 nach erfolgreicher Bewerbung als Projektschule in das Programm „Medienkompetenz macht Schule“ aufgenommen wurden.
Ebenso ist es der Schule gelungen, im Schuljahr 2011/12 erneut als MINT-Schule rezertifiziert zu werden. Diese Anerkennung bestärkt uns in unserer engagierten und  kompetenten schulischen Arbeit, die sich sowohl im Unterricht als auch darüber hinaus in zahlreichen außerunterrichtlichen und außerschulischen Aktivitäten und Kooperationen niederschlägt.


Unser humanistisches Grundverständnis zeigt sich auch in dem hohen sozialen Engagement unserer Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Hervorzuheben sind hier das Projekt Idee, der Red Hand Day und die Aktion Stolpersteine.


Im Schuljahr 2012/13 ist es uns gelungen, einen externen Moderator als Begleiter unseres schulinternen Schulentwicklungsprozesses zu finden. Ein erstes Vorgespräch mit Herrn Bläser-Krei vom Pädagogischen Landesinstitut und Vertretern der Schulgemeinschaft findet bereits in der 35. Kalenderwoche statt. Im Mittelpunkt dieses Gespräches steht die Prozessplanung für den „Runden Tisch“, den wir als Arbeitsform gewählt haben. Die Teilnehmer/innen des „Runden Tisches“ werden zunächst die aus Sicht der Schulgemeinschaft anliegenden Arbeitsschwerpunkte eruieren und diese auf einer sich anschließenden Gesamtkonferenz der Schulgemeinschaft zur Kenntnis bringen. Die Gesamtkonferenz beschließt die weiteren Arbeitsschwerpunkte mit einer konkreten Zeit- und Arbeitsplanung. Die Umsetzung beginnt schließlich an einem schulinternen Studientag des Schuljahres 2012/13.
Fortsetzen werden wir auch unsere Arbeit zur Erstellung einer neuen Homepage für unsere Schule sowie zur Implementierung verpflichtender Betriebspraktika​​​​​​​.
 

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