Görres-Gymnasium auf dem Weg zur Feedbackkultur

Die Steuergruppe ist paritätisch besetzt:

Thorben Schröders (Schüler), Hoimar Weinhold (Lehrer), Daniel Lomp (Lehrer), Eva-Maria Henrichs (Eltern), Dr. Ute Mittelberg (Schulleiterin), Karen Dürr (Lehrer), Georg Stahl (Schüler), Dr. Detlev Ibach (Eltern) 

Steuergruppe als Schulentwicklungstool

Schule und Gesellschaft befinden sich stets im Wandel, der durch die schulische Qualitätsentwicklung adäquat begleitet wird. Qualitätsprogrammarbeit wurde in RLP bereits im Jahr 2002 eingeführt und danach systematisch weiterentwickelt. 

Um eine erfolgreiche Arbeit zu gewährleisten, werden Zielvereinbarungen zwischen der Schule und der Schulaufsicht getroffen. 

Die Ziele der schulischen Qualitätsentwicklung und Qualitätsarbeit sind im Orientierungsrahmen Schulqualität (ORS, Neuauflage 2017) umfassend dargestellt. Für das Görres-Gymnasium sind folgende bedeutsam:

  • an Schwerpunkten, Zielen und Maßnahmen arbeiten, die für den Unterricht und den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler bedeutsam sind
  • Lehrerinnen und Lehrer durch die Qualitätsarbeit in ihren Unterrichts- und Förderaufgaben unterstützen
  • Sichtweisen aller am Schulleben Beteiligten einbinden
  • Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Steuerung der Qualitätsarbeit.

Vgl. hierzu: https://ors.bildung-rp.de/bereiche/schulische-qualitaetsentwicklung/prozesse-der-schulischen-qualitaetsentwicklung.html

Beginn der Steuergruppenarbeit

Die neue Steuergruppe des Görres-Gymnasiums erhielt bei der Gesamtkonferenz im September 2017 ihr Mandat, bis zum Ende des Schuljahres 18/19 das Thema Kommunikation mit dem Schwerpunkt „Feedback“ zu bearbeiten.

Die Gruppe setzt auf ein transparentes Vorgehen und präsentiert ihre Ergebnisse regelmäßig in Gesamtkonferenzen und auf der Homepage, damit die gesamte Schulgemeinschaft am Entwicklungsprozess partizipieren kann.

Zunächst legte die Gruppe gestützt auf einschlägige Fachliteratur fest, was Feedback bedeutet und welche Bereiche eine zu entwickelnde Feedbackkultur am Görres-Gymnasium umfassen soll.

Ziele von Feedback

  • Stärkung der Schülerverantwortlichkeit für das Lernen
  • Kooperative Gestaltung von Unterricht
  • Rückmeldung zum eigenen Handeln (von Lehrern und Schülern)
  • Verbesserung des Lehrer-Schüler-Verhältnisses
  • Konfrontation mit Wahrnehmung von anderen Personen

Wichtig ist es in diesem Zusammenhang auch, die Ängste, die sowohl aufseiten der Lehrer als auch der Schüler entstehen können, in den Blick zu nehmen und Möglichkeiten mit dem Umgang eines erhaltenen Feedbacks aufzuzeigen und vorzustellen.

Entwicklung von Fragebögen

Als nächstes entwickelten die Teilnehmer Schüler – Eltern – Lehrer jeweils verschiedene Fragebögen entwickelt, die in der Steuergruppe verglichen, diskutiert und zusammengefasst wurden. (Nach dem Vorstellen dieser Fragebögen in der Gesamtkonferenz am 6. März 2018 befinden sich sie sich derzeit in der Erprobungsphase.)

So entstanden:

  • Ein Fragebogen zum Drittelparagraphen
  • Ein Basisfragebogen (Unterricht allgemein)
  • Ein Elternfragebogen

Arbeit mit InES und Edkimo

InES – dahinter verbirgt sich „Interne Evaluation in Schulen“. Dies ist ein Programm des Landes Rheinland-Pfalz, das es ermöglicht, webbasiert Befragungen durchzuführen und eine sofortige Auswertung zu erhalten. 

Die Umfragen erfolgen anonym, zielgerichtet, kriteriengestützt und sind modifizierbar. Einige Mitglieder der Steuergruppe ließen sich für die Nutzung des Programmes vom Pädagogischen Landesinstitut schulen, erprobten es in ihren Klassen und Kursen und berichteten sowohl in der Arbeitsgruppe als auch in einer Gesamtkonferenz von ihren Erfahrungen mit dem Programm.

Dabei wurden kritische Punkte genauso wie die Chancen ausgelotet – gerade der Bereich des Datenschutzes ist hier verifiziert, da es sich um ein Programm des Landes handelt.

Das Kollegium erprobt, so der Beschluss der Gesamtkonferenz im März 2018, einen InES-Fragebogen zum sogenannten Drittelparagraphen, verbindlich und wertet die Ergebnisse dieser Testphase dann im nächsten Schuljahr aus.

Inzwischen haben sich viele Kolleginnen und Kollegen für die Nutzung des Programmes schulen lassen.

Edkimo

Edkimo ist ein deutlich einfacher zu nutzendes Feedbacktool, das im kommenden Schuljahr im Kollegium erprobt werden soll. Es dient hauptsächlich eines schnellen und unkompizierten Feedbacks für Kolleginnen und Kollegen im Unterricht.  

Blick in die Zukunft

Evaluation stellt den Kernpunkt der aktuellen Steuergruppenarbeit dar – alle eingesetzten Fragebögen sollen (immer wieder) auf ihre Nutzbarkeit reflektiert, neue Bögen für diverse Situationen des Schulalltages entwickelt und somit langfristig eine FEEDBACKKULTUR etabliert werden.

Diese möchte folgende Aspekte etablieren bzw. vertiefen:

  • Kooperative Gestaltung und Entwicklung von Unterricht und Lernen
  • Einschätzung unterrichtlichen Handelns aus Perspektive der Schüler
  • Verbesserung der Professionalität des Lehrerhandelns
  • Stärkung der Schülerverantwortlichkeit für das Lernen
  • Verbesserung der Schüler-Lehrer-Beziehung

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