Präventionswoche am Görres-Gymnasium

10.02.2020 - 20:00:01 bis 21:01:00

„Vorbeugen ist besser als heilen“ – diesem Sprichwort folgend setzte das Görres Ende Januar eine ganze Woche lang auf das Thema der Gesundheits- und Medienprävention. In den Jahrgangsstufen 8-11 fanden zu unterschiedlichen Themenbereichen Veranstaltungen statt:

Klasse 8 - Gefahren im und durch das Internet

– Lesen Sie hierzu bitte den gesonderten Bericht auf der Homepage im Rahmen der Medienprävention –

Klasse 9 - Alkoholprävention

Tom und Lisa laden zum Geburtstag ein – klar, dann muss auch die Frage „Alkohol ja – oder nein?“ geklärt werden. Eine Erfahrung, die die Schülerinnen und Schüler aus ihrem Alltag und (Streit-)Gesprächen mit ihren Eltern gut kennen.

Die Geburtstagsfeier von Tom und Lisa stellte die Rahmenhandlung für zwei Module dar, in denen sich die Lerngruppen mit verschiedenen Bereichen rund um das Thema Alkohol beschäftigten:

In Gruppen aufgeteilt erarbeiten die Jugendlichen die rechtlichen Bedingungen für Alkoholkonsum (Warum ist ein Cocktail mit Rum erst ab 18 Jahren erlaubt, obwohl er relativ wenig Volumenprozent Alkohol hat?), diskutierten Vor- und Nachteile einer Party ohne Alkohol, überlegten, wie auf einer Feier Stimmung gemacht werden kann und beantworten beim Flaschendrehen Fragen rund um das Thema, z. B., wie lange der Körper braucht, um Alkohol wieder abzubauen. Ebenso standen Gefahrensituationen im Fokus der Geburtstagsfeier von Tom und Lisa – alle erprobten Hilfsmaßnahmen wie die stabile Seitenlage.

Klasse 10 – HIV-/Aidsprävention

In der Jahrgangsstufe 10 erarbeiteten die jungen Erwachsenen einen ganzen Tag lang fächerübergreifend Wissen zum Thema HIV/Aids.

So standen in Biologie die Differenzierung der Krankheitsbilder HIV und Aids, die Prozesse im Körper und die Gefahren der Viren im Blickpunkt; die Fächer Ethik und Religion diskutierten anhand eines Fallbeispieles die gesellschaftlichen Folgen, mit denen eine betroffene Person (ggf.)  auskommen muss.

Diese beiden Blöcke vertieften die Klassen dann noch in einer authentischen Begegnung mit Herrn Hellwig des Koblenzer Vereins „Rat und Tat“ (ehemals Aidshilfe), der von seiner Arbeit und seinen Erfahrungen berichteten. Zudem klärte er über Vorurteile rund um das Thema HIV/Aids auf; des Weiteren hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit alle Fragen zu stellen, die ihnen auf den Nägeln brannten.

Seinen Abschluss fand dieser Präventionstag mit einer gemeinsamen Abschlussrunde in der Aula, in der Eindrücke und Fragen ausgetauscht wurden.

MSS 11 – Drogenprävention

Die Jahrgangsstufe 11 widmete sich im Rahmen der Präventionswoche dem Bereich der Drogen. Als Referent diente Dr. Ralph Rüdelstein – Chefarzt, Kardiologe und Vater von Görres-Schülern.

Er berichtete von seinen Arbeitserlebnissen – in welchen Zuständen landen Jugendliche, aber auch Erwachsene in Kliniken, wenn sie Drogen konsumiert haben? Welche Auswirkungen hat dies auf den Körper? Welche Prozesse finden statt, wenn das Herz nicht mehr richtig schlagen kann? Wie verändert sich die Optik eines Menschen, der jahrelang Drogen konsumiert?

Anhand von vielen authentischen Bildern untermalte er in seinem Vortrag die Gefahren von „kulturellen Alltagsdrogen“ (Zigaretten, Alkohol), aber auch von „harten Drogen“ (Cannabis, Kokain, Crystal).

Dabei gab es immer wieder Raum für Diskussionen – sei es über die Legalisierung von Cannabis bis hin zur Volksdroge Alkohol, die gesellschaftlich vollkommen legitimiert ist.

 

 

„Prävention ist die beste Medizin“, so eine Aussage des Schweizer Gesundheitsökonom Gerhard Kocher – das Görres versucht mit den oben genannten Projekten seinen Beitrag für die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zu leisten.

Text: Daniel Lomp

Bilder: Daniel Lomp und Nina Robenek