KST-Zukunftswerkstatt: Mit Kritik und Utopien „auf zu neuen Wegen“

10.09.2017 - 21:00:53

Viel vorgenommen hatten sich die Schülersprecher Lisa Dietz und Georg Stahl für die diesjährige Klassensprechertagung (KST) des Görres-Gymnasiums in Vallendar.

In Kooperation mit ihren Lehrern Karen Dürr und Daniel Lomp wurde eine Zukunftswerkstatt vorbereitet, um drei Projekte zu finden, mit denen sich die Schülerschaft während des ganzen Schuljahres beschäftigen soll.

Der Weg zur Projektfindung gestaltete sich als lang und teils steinig – zunächst wurde die Leitfrage für den Tag präsentiert: „Wie lässt sich die Schulgemeinschaft verbessern?“. In einer Kritikphase bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auf zwei Karteikarten alles zu notieren, was sie stört. Lisa Dietz stellte klar, dass alles gesagt werden darf und dass jede Meinung akzeptiert werde – somit verboten sich auch Zwischenrufe und mimische Kommentierungen durch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Anschließend galt es, nach einer Präsentation der Kritikpunkte, diese zu clustern und übergeordnete Schwerpunkte zu finden. Hierbei ergaben sich u. a.: Klassengemeinschaft, Engagement, Kommunikation, Lehrer, Unterricht, das Schulgebäude und Austausch der Stufen untereinander.

Vielfalt ist oft positiv, aber im vorliegenden Fall sah der nächste Schritt vor, dass eine Priorisierung erfolgte, damit zielorientierter weitergearbeitet werden konnte.

Mittels einer Punktabfrage ergaben sich die Hauptpunkte Klassengemeinschaft – Kommunikation und Austausch zwischen den Stufen.

Nun sollte der Fantasie freien Lauf gelassen werden – innerhalb der Utopiephase durften die Jugendlichen, in neu durchmischten Gruppen, den umgekehrten Weg gehen.

„Ihr habt alle Möglichkeiten, es gibt keine Grenzen und Regeln - wie sieht für euch die perfekte Schulgemeinschaft aus?“ so die vermeintlich einfach gestellte Aufgabe der beiden Schülersprecher.

Die Darstellungsweise der Ergebnisse konnte frei gewählt werden und fand ihren Ausdruck sowohl in Zeichnungen als auch in Forderungskatalogen.

Die Ideen waren vielfältig und kreativ – Solaranlagen auf dem Dach, eine Koch-AG, eine Smoothie-Bar, Radio als Klingel, Swimmingpool auf dem Schulhof, Fitnessstudio in der Turnhalle und Lerngruppen zwischen den Stufen sind nur einige von etlichen Utopien.

Gestärkt durch das Mittagessen folgte ein kurzer Vortrag von Georg Stahl, der erläuterte, wie Ziele konkret und vor allem nachhaltig gefasst werden können. Dies stellte die Überleitung zur Verwirklichungsphase dar – erneut mit Karten wurden die utopischen (Nicht-)Träume auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

Als Ergebnis stehen nun folgende Themen auf der Agenda, die von drei Projektgruppen im kommenden Schuljahr bearbeitet werden:

  • Einführung eines zweiten Wandertages, der klassenübergreifend als Aktions-/Kultur-/Sporttag stattfinden soll.
  • Einführung einer Frankreichfahrt in Klasse 10.
  • Englandaustausch.

Der Stein ist ins Rollen gebracht – nun muss aus der Utopie mit Arbeit und Fleiß Realität werden.

Text: Daniel Lomp

Bilder: Lisa Dietz und Daniel Lomp