Holocaust-Ausstellung macht Schüler betroffen

09.02.2018 - 10:05:24 bis 11:06:00

"Heftig", "Schlimm", "Krass", "Nicht fassbar" - die ersten Eindrücke der Schülerinnen und Schüler der Religionsgruppe 10a des Görres-Gymnasiums fielen einsilbig, aber deutlich aus.

Mit ihrem Lehrer Daniel Lomp besuchte die Lerngruppe in der benachbarten Citykirche die Ausstellung „Unersetzbar – Begegnung mit Überlebenden“.

Im Unterricht setzen sich die Jugendlichen gerade mit der Rolle der katholischen Kirche im Nationalsozialismus auseinander – dies kann allerdings nie geschehen, ohne auch gleichzeitig die Opfer in den Blick zu nehmen.

„Un-er-setz-bar“ ist ein Projekt des Geschichtsmuseums „Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“, das in Erfurt beheimatet ist. Innerhalb der Ausstellung konnten die Schicksale von sieben Überlebenden, aber auch deren Familien auf Schautafeln gelesen und anhand von Tondokumenten nachgehört werden.

Hierbei erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass Lebenswege auch nach Koblenz führten.

Bei der Reflexion waren sich alle einig, dass es wichtig ist, dass die Überlebenden eine Stimme bekommen und es für Jugendliche unerlässlich ist, sich mit der Zeit auseinanderzusetzen.

Hier wurden vonseiten der Gruppe Bezüge zu aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland, aber auch dem Erstarken des Nationalismus in Europa gesetzt.

Mit der Aussage eines Schülers „Wir müssen darauf achten, dass sich so etwas nie mehr wiederholt“, hat die Ausstellung ihr Ziel wohl mehr als erreicht.

Daniel Lomp