Florenz – Wiege der Renaissance

06.08.2019 - 17:47:14 bis 19:54:00

Projektfahrt führte Görresianer vom 16. bis 20. Juni in die Hauptstadt der Toscana

Unsere Reise nach Florenz im Rahmen der Profiltage begann bereits sonntags am Koblenzer Hauptbahnhof. 

Wir waren eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der MSS 11 und 12, denen durch die Organisation von Herrn Hecker und Frau Robenek diese Kulturreise ermöglicht wurde.

Auf uns wartete an diesem Mittag eine ca. 18-stündige Zugfahrt, die sich aber lohnen sollte, da wir am nächsten Morgen in Florenz ankamen und auf uns sommerliche 30°C und eine wunderschöne historische Altstadt warteten. 

Unser Gepäck stellten wir im Hotel ab, das wenige Minuten vom Bahnhof und der Altstadt entfernt war. Daraufhin ging es direkt los zur Kathedrale Santa Maria del Fiore, ein eindrucksvoller romanisch-gotischer Bau aus dem 12.-14. Jahrhundert, die wir auch von Innen besichtigen durften. Im Anschluss ging es dann zur Piazza della Signoria, auf der das heutige Rathausgebäude, der Palazzo Vecchio, ein befestigter Palast aus dem 13 Jahrhundert, steht. Den berühmten Uhrenturm dieses Gebäudes erklommen wir und oben angekommen erwartete uns ein wunderschöner Ausblick über ganz Florenz. Zum Abschluss des Tages ging es dann über den Ponte Vecchio zum Palazzo Pitti, einem Renaissance-Palast im Florentiner Stadtteil Otrarno und in den Giardino di Boboli (Boboli-Garten), in dem wir den Tag ausklingen ließen und Referate z.B. über die Renaissance oder die Medici hörten, die Schüler vorbereitet hatten.

Am darauffolgenden Tag begann der Morgen im Leonardo-da-Vinci-Museum, in dem eine Privatsammlung von Kriegsmaschinen, Fluggeräten und anderen eindrucksvollen Erfindungen ausgestellt ist. Auch hier erfuhren wir durch Referate Vieles über das Universalgenie Leonardo. Nach einer ausgiebigen Mittagspause, in der man die Stadt noch ein bisschen erkunden konnte und jeder sich ausgeruht hatte, trafen wir uns an der Basilica di San Lorenzo und besichtigten die Medici-Kapelle, einen prunkvollen und bombastischen Grabkomplex mit beeindruckenden Bildhauerarbeiten u.a. von Michelangelo. Im Anschluss daran führte uns unser Weg in das Baptisterium San Giovanni, die Taufkapelle des Doms von Florenz, das uns vor allem durch die Deckenmosaike in Erinnerung bleiben wird. Die Originale der kunstvollen Portale des Baptisteriums konnten wir anschließend im Dommuseum bestaunen, ebenso wie die Florentiner Pietá, eine der spätesten Arbeiten von Michelangelo.

Am dritten Tag unserer Fahrt ging es am Morgen in die Accademia di Belle Arti und nach einer längeren Wartezeit konnten wir in diesem Museum u.a. Michelangelos David in seiner ganzen Pracht betrachten. Der Nachmittag wurde in Kleingruppen zur Erkundung der Stadt auf eigene Faust genutzt. Den Tag beendeten wir mit einem gemeinsamen Abendessen der gesamten Gruppe in einer typisch italienischen Osteria jenseits des Arno.

Unser letzter Tag startete in den Uffizien, eines der weltweit bedeutendsten Museen mit Werken der Malerei und Bildhauerei von der Antike bis zum Spätbarock. Dort betrachteten wir Werke von Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael, Caravaggio und viele weitere.

Nachdem wir den Vormittag in den Uffizien verbracht hatten, ging es auf Wanderung. Wir bezwangen einige Höhenmeter hoch zur Piazzale Michelangelo, von dort aus hatten wir einen atemberaubenden Blick über die historische Stadt. 

Unsere Reise ließen wir dann im Anschluss entspannt am Stadtstrand ausklingen und am Abend ging es dann wieder mit dem Zug zurück nach Koblenz, das wir am nächsten Mittag geschafft, aber fröhlich erreichten.  

(Text: Cosima Dietze; Fotos: Nina Robenek)