Ausstellungsbesuch: „Koblenz 1918-1930“

10.03.2019 - 07:39:44 bis 08:43:00

Die letzten Wochen standen im Leistungskurs Geschichte unter der kontroversen Frage, ob die Weimarer Republik ein Geburtsfehler der Deutschen war. Von der doppelten Ausrufung der Republik über das Krisenjahr 1923 bis hin zur Weltwirtschaftskrise standen zentrale Ereignisse und entsprechende Ansichten der historischen Forschung im Blickpunkt.

Zu kurz kam dabei jedoch der Aspekt der Regionalgeschichte. Um diesen Mangel zu entkräften, besuchte der Kurs mit seinem Fachlehrer Daniel Lomp und der Referendarin Stephanie Weyrich die Ausstellung "Kriegsende, Besatzung und Entfestigung. Die Region Koblenz in den Jahren 1918 -1930“, die sich derzeit im Landesarchiv Koblenz befindet.

Die Schülerinnen und Schüler gewannen anhand von Exponaten wie Bildern, Postkarten und Zeitungsberichten interessante Einblicke und teils auch vollkommen neue Erkenntnisse – dass es auf dem Vorplatz des Schlosses zur Unterhaltung der Bevölkerung Boxkämpfe gab, war sicherlich kaum jemanden vorher bekannt.

Unterrichtsinhalte wie z. B. die Hyperinflation wurden durch ausgestellte Geldscheine mit einem jeweiligen Wert von 100 Millionen Mark veranschaulicht.

Wenngleich der Überblick insgesamt eher klein ist und die Jahre rund um die Weltwirtschaftskrise marginal dargestellt sind, so war der Besuch, so das Fazit der Lerngruppe, ein guter Abschluss der Unterrichtsreihe.

Daniel Lomp