Auf den Spuren der Demokratie

20.11.2019 - 21:36:52 bis 22:37:00

„Demokratie sei keine Selbstverständlichkeit“, so Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier im Sommer 2019.

Vernetzung im Geschichtsunterricht

Die Bedeutung der Demokratie erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler des Geschichts-Grundkurses mit ihrem Lehrer Daniel Lomp, indem sie das Streben (der Deutschen) nach Demokratie im 19. Jahrhundert behandelten: Vom Ende der Ära Napoleons über den Wiener Kongress, das Hambacher Fest hin zur Revolution von 1848 und dem Paulskirchenparlament.

Dabei standen nicht nur die historischen Fakten im Zentrum des Unterrichtsgeschehens, vielmehr entstanden grundlegende Fragestellungen, die auch heute noch relevant sind:

  • Was macht eine gute Demokratie aus?
  • Ist Nationalismus immer schlecht?
  • Wie viel Wert haben die Grundrechte?
  • Welche politische Gruppierung hat wie viel Macht und setzt sich durch?

Ausstellung im Forum Mittelrhein

Eine passende Ergänzung zur Unterrichtsreihe bot eine Ausstellung im Koblenzer Forum an: „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“. In Form von 16 Schautafeln wird Demokratie hier nicht als selbstverständlich betrachtet, sondern als etwas, dass immer wieder neu reflektiert werden muss. Dabei werden, medial ansprechend aufbereitet, die Bedeutung und Prinzipien der Staatsordnung Demokratie, aufgezeigt. Zudem werden die Gefahren, hier am Beispiel des Rechtsextremismus, dargestellt.

Reflexion der Ausstellung

Die Lerngruppe war von der Ausstellung angetan – die mediale Aufbereitung der Schautafeln überzeugte, Wissen aus der Unterrichtsreihe, aber auch aus anderen Fächern, wie z. B. Sozialkunde, konnte vernetzt werden; des Weiteren waren Einige schockiert über die Anzahl der von Rechtsextremen ermordeten Menschen.

Noch vor Ort diskutierte der Kurs kontrovers, ob die Ausstellung in einem leerstehenden Geschäft des Einkaufscenters einen guten Platz hat. Ist es positiv, da hier „alle Menschen vorbeikommen“ oder „lassen sich die Kunden beim Shoppen nicht stören“?

Die Lösung gibt es sicherlich nicht, aber das Ziel hat die Ausstellung erreicht, denn die jungen Erwachsenen diskutierten über die Demokratie, gemäß der Überschrift der letzten Ausstellungstafel:

„Was tun? Was tun!“

Daniel Lomp