Prominente und Griechisch

Richard von Weizsäcker, ehem. Bundespräsident: „Auch ich habe in der Schule Griechisch gelernt und ich habe es weder damals noch später bereut, im Gegenteil. Vom hohen Wert des Griechisch-Unterrichts auch in unserer heutigen Zeit bleibe ich überzeugt. Sprache und Sprachgefühl, Dichtung, Geschichtsbewusstsein und Schicksal, Humanität und Transzendenz: das ganze menschliche Leben hat für mich in keinem anderen Fach eine solche Einprägsamkeit gewonnen. Einem vierzehnjährigen Schüler würde ich deswegen raten, Griechisch zu lernen, und wenn er schon damit begonnen hätte, würde ich ihn zu seiner Entscheidung beglückwünschen.“

Werner Heisenberg, Physiker und Nobelpreisträger: „Das aber, was das griechische Denken vom ersten Augenblick an unterschieden hat vom Denken anderer Völker, war die Fähigkeit, eine gestellte Frage ins Prinzipielle zu wenden und damit zu Gesichtspunkten zu kommen, die das bunte Vielerlei von Erfahrung ordnen und dem menschlichen Denken zugänglich machen können. Diese Verbindung von prinzipieller Fragestellung und praktischem Handeln hat das Griechentum vor allem ausgezeichnet, und sie hat dann noch einmal beim Aufbruch des Abendlandes in der Renaissance im Mittelpunkt unserer Geschichte gestanden und, wie sie wissen, die moderne Naturwissenschaft und Technik hervorgebracht. Wer sich mit der Philosophie der Griechen beschäftigt, der stößt also auf Schritt und Tritt auf diese Fähigkeit zur prinzipiellen Fragestellung, und er kann sich so beim Lesen der Griechen im Gebrauch des stärksten geistigen Werkzeugs üben, das abendländisches Denken hervorgebracht hat. Insofern kann man also sagen, dass wir auch im humanistischen Gymnasium etwas sehr Nützliches lernen.“

Günter Jauch, Fernsehmoderator: „Die Schüler bekommen mit Latein und Griechisch noch andere Fächer kostenlos mitgeliefert - etwa Geschichte, Philosophie und Ethik.“

Steve Jobs, Gründer des Apple-Konzerns: „I would trade all of my technology for an afternoon with Socrates.“

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