Projekt Braunkohle: Energieträger der Zukunft?!

Die Braunkohle ist in Deutschland der wichtigste Energieträger und deckt 25% des deutschen Strombedarfs. Seit dem Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2011 ist der Anteil der Braunkohle als Energieträger an der deutschen Stromerzeugung gestiegen.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Braunkohlenvorkommen in Deutschland sind enorm groß und da sie Übertage abgebaut werden können, ist es im Vergleich zur Untertageförderung von Steinkohle relativ günstig Braunkohle zu fördern.

Aber auch die Nachteile dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Der Stern betitelt die Braunkohle in einem Artikel 2012 als „schmutzigster Energieträger“. Die Diskussion um die ökologischen Folgen der Emissionen, der Zerstörung von Ökosystemen bis hin zu Auswirkungen für die Bewohner (Umsiedlung) wird regelmäßig kontrovers in der Öffentlichkeit geführt.

Im Rahmen dieses Projekts erhalten die Schüler einen fundierten Einblick in die Thematik und bilden sich abschließend eine eigene Meinung zur Ausgangsfrage: „Braunkohle: Energieträger der Zukunft?“

Nachdem zunächst in Heimrecherche ein gewisses Vorwissen erworben wurde, besuchten wir das Rheinische Braunkohlenrevier, das das größte Braunkohlenvorkommen Europas darstellt. Geführt von einem Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit der RWE Power, erkundeten wir eines der drei Tagebaugebiete im Rheinischen Revier, den Tagebau Garzweiler. Wir gewannen einen umfassenden Einblick in die Arbeit in einem Tagebau und gelangten an zahlreiche Informationen über das Unternehmen RWE Power. Neben der Bedeutung der Braunkohle, dem Abbau der Braunkohle erhielten wir ebenso Einblicke in die Rekultivierungsmaßnahmen und Umsiedlungsvorgänge im Tagebau Garzweiler.

Basierend auf diesen Informationen wurde zunächst in vier verschiedenen Gruppen zu folgenden Teilthemen gearbeitet:

1. Abbau der Braunkohle

2. Nutzung / Verwendung der Braunkohle

3. Umsiedlungsmaßnahmen

4. Rekultivierungsmaßnahmen

Die einzelnen Gruppenergebnisse wurden in Plakatform oder als Powerpoint-Präsentation zusammengetragen, um abschließend zu einer Bewertung zu gelangen. Auf dem nachfolgenden Bild sieht man die Exkursionsgruppe auf einer eigens errichteten Aussichtsplattform. Im Hintergrund kann man den aktuellen Tagebau Garzweiler erkennen.

"Löcher in der Eifel"

Wir wollten ergründen, was es mit den Löchern in der Eiffel auf sich hat. Sie kommen dort in unterschiedlichsten Ausprägungen vor: Es gibt sie mit Wasser gefüllt, versumpft und ganz trocken.

Zunächst betrachteten und untersuchten wir Luftbilder des Schalkenmehrener Maares und fertigten Karten dazu an. Anschließend beschäftigten wir uns in verschiedenen Stationen mit der Entstehung und Entwicklung von Maaren, mit den Möglichkeiten der Nutzung der betreffendenund arbeiteten schließlich den Unterschied zwischen einem Maar und einer Caldera wie dem Laachersee heraus.

Am Donnerstag führten wir eine Exkursion nach Schalkenmehren durch. Dort stellten wir fest, dass das Schalkenmehrener Maar eigentlich aus vier verschiedenen Maaren besteht, die unterschiedlich alt sind. Hier trafen wir auch die verschiedenen Maartypen an: Das Trockenmaar als ältestes Maar, das versumpfte Flachmaar, und die beiden jüngsten Maare, die mit Wasser gefüllten Maarseen.

Die Maarseen werden als Maarbad genutzt und man findet eine Tretbootausleihe. Auch sonst findet sich touristische Nutzung der Landschaft. Es sind viele Wanderwege angelegt, die an den Tuffwällen entlang oder zum Maarboden des Trockenmaars führen.

Eine Landschaftsbewertung bildet den Schlusspunkt unserer Auseinandersetzung vor Ort. Dazu teilten wir uns in Gruppen auf die einzelnen Maare auf, um dann die Maare selbst in die Segmente Maarboden, unterer Hang, oberer Hang und Maarumfeld einzuteilen. Während wir diese Segmente abwanderten, notierten wir unsere ganz individuellen Eindrücke zu Geräuschen, Gerüchen und Empfinden.