Methoden- und Integrationsfahrt der Jahrgangsstufe 11 nach Gerolstein

Der Wechsel von der Mittelstufe zur gymnasialen Oberstufe ist für viele Schüler mit neuen Herausforderungen verbunden. So werden sie in den einzelnen Fächern mit erhöhten Erwartungen konfrontiert, die Fachinhalte und Aufgabenstellungen werden komplexer und umfangreicher. Zudem bedeutet die neue Organisationsform – das Stufensystem – eine Umstellung, müssen sich die Schüler doch erst in ein für sie neues soziales Gefüge einfinden.

Um die Heranwachsenden bei der Bewältigung dieser Anforderungen zu unterstützen und sie möglichst optimal auf die neue Situation vorzubereiten, wird am Görres-Gymnasium bereits seit einigen Jahren in der Jahrgangsstufe 11 eine Methoden- und Integrationsfahrt durchgeführt.

Dem Konzept liegen zwei Ziele zugrunde:

Zum einen gilt es Sach- und Methodenkompetenzen zu stärken. So werden die Schüler einerseits mit neuen Arbeitstechniken und Methoden der gymnasialen Oberstufe vertraut gemacht. Andererseits wird ihnen die Möglichkeit eröffnet, bereits Bekanntes anzuwenden, einzuüben und zu vertiefen. Grundlegend ist dabei der Gedanke, die Schüler langfristig zu einem selbstständigen Arbeiten und zur Selbststeuerung des eigenen Lernprozesses anzuregen und zu befähigen. Um ein isoliertes Methodentraining, losgelöst von jeglichen Fachinhalten, zu vermeiden, wird durch Rücksprache mit den einzelnen Fachschaften sowie mit dem Kollegium als Ganzes sichergestellt, dass im Schulalltag auf das Erarbeitete zurückgegriffen werden kann, d.h. Methoden und Arbeitstechniken werden erneut aufgegriffen und vertieft und sind daher einem fortdauernden Lernen und einer langfristigen Festigung dienlich.  

Zum anderen obliegt der Fahrt der Grundgedanke der Integration und der Stärkung der Sozialkompetenz. Im Rahmen integrativer Spieleinheiten können die Heranwachsenden Selbsterfahrungen in der Gruppe sammeln, Verantwortlichkeit und Teamfähigkeit erleben. Gemeinsame Aktivitäten dienen dem Kennenlernen und Vertrautwerden der Schüler untereinander und sollen den Zusammenhalt der neu entstandenen Stufe stärken.


Die Fahrt findet üblicherweise in der ersten Woche des neuen Schuljahres statt und umfasst einen dreitägigen Aufenthalt in Gerolstein. Die dortige Jugendherberge, die über zahlreiche Seminarräume sowie ein weitläufiges Gelände verfügt, bietet optimale Bedingungen. Von dem außerschulischen Lernort versprechen wir uns, abseits des turbulenten Schulalltags, ein systematisches und kompaktes „Trainingsprogramm“ durchführen zu können und den Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, sich auch außerhalb des Schulraumes kennenzulernen.


Nichtsdestotrotz ist die Fahrt nicht mit Urlaubstagen zu verwechseln. Das Programm bietet zwar viel Abwechslung und Aktivität, verlangt aber auch intensive Arbeit und Konzentration.
Die Schüler absolvieren über die drei Tage hinweg, in jeweils wechselnden Gruppen, insgesamt sechs Module, die sich nach mathematischen, naturwissenschaftlichen, sprachlichen und historisch- gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkten ausrichten.

Beispiele:
- Anleitung zum selbstständigen Lernen / Organisation des eigenen Lernprozesses
- Informationsbeschaffung und Vortrag, Referate ausarbeiten und präsentieren

- Einführung in GeoGebra (Mathematik)
- Erschließung von Sachtexten
- Grundlegende Methoden und Arbeitstechniken der Naturwissenschaften
- Grundlegende Methoden und Arbeitstechniken der Gesellschaftswissenschaften
- Integration und Kommunikation


Zwischen den Modulblöcken und im Rahmen der Abendgestaltung können zudem die weitreichenden Sport- und Freizeitanlagen der Jugendherberge Gerolstein genutzt werden.


Um die Rückmeldungen und Wünsche der Schüler für zukünftige Planungen zu berücksichtigen, findet im Anschluss an die Fahrt eine Evaluation statt. Diese dient auch als Grundlage der Weiterentwicklung des Konzeptes bzw. der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung der Fahrt.